Der SV Bergisch Gladbach 09 hat am dritten Spieltag der Regionalliga West trotz einer starken Leistung keine Punkte gegen die U23 von Borussia Dortmund einfahren können. Vor einer stimmungsvollen Kulisse in der BELKAW ARENA unterlag der Aufsteiger dem Bundesliga-Nachwuchs mit 1:3 (1:0).
Dabei zeigte der SV09 insbesondere im ersten Durchgang, dass er sich auch vor einem hoch gehandelten Gegner nicht verstecken muss.
Der BVB übernahm zunächst die Spielkontrolle und hatte mehr Ballbesitz. Die Nullneuner setzten dagegen auf schnelles Umschaltspiel und lauerten auf ihre Möglichkeiten.
In der 23. Minute wurde dieser mutige Auftritt belohnt: Fabian Fricke fasste sich aus rund 18 Metern ein Herz und setzte den Ball sehenswert zur 1:0-Führung in die Maschen.
Danach spielte der SV09 mit noch mehr Selbstvertrauen. Stromberg und Rücker hatten nach einem Konter die nächste gute Möglichkeit, ehe Stromberg nach einer starken Kombination von Albert und Tillmann am Dortmunder Keeper Ostrzinski scheiterte.
Kurz vor der Pause fehlte schließlich nur Zentimeter zum zweiten Treffer: Tristan Arndt traf nach einer starken Aktion über rechts den Innenpfosten.
Mit der 1:0-Führung ging es in die Kabinen – angesichts der klareren Torchancen durchaus verdient.
Nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild zunächst deutlich. Dortmund kam druckvoll aus der Kabine und erzielte mit der ersten Chance durch Nsumbu den Ausgleich.
Der BVB erhöhte nun massiv den Druck. Verlaat traf in der 51. Minute zum 2:1, zwei Minuten später verwandelte Mutove einen Strafstoß zum 3:1.
Doch der SV09 gab sich nicht geschlagen. Nach den Wechseln von Aydin, Pinchuk und Kouekem kam die Mannschaft wieder besser ins Spiel und erspielte sich weitere Chancen.
Aydin scheiterte nach einem Angriff über rechts am BVB-Schlussmann. Auch Stromberg hatte eine weitere Möglichkeit, ehe Eliot Albert mit einem Distanzschuss Ostrzinski zu seiner wohl stärksten Parade des Abends zwang.
In der 75. Minute feierte außerdem Kapitän Claudio Heider sein Comeback.
Am Ende blieb es beim 3:1 für die Gäste. Der BVB hatte sich den Sieg aufgrund seiner starken Phase nach der Pause verdient. Gleichzeitig konnte der SV09 trotz der Niederlage mit erhobenem Haupt vom Platz gehen.
Denn gerade die erste Halbzeit und die Anzahl der herausgespielten Chancen gegen einen starken Dortmunder Gegner machen Mut. Cheftrainer Kevin Kruth fand entsprechend viel Lob für seine Mannschaft.
Der SV09 geht damit ohne Punkte, aber mit wichtigen Erkenntnissen aus dem dritten Spieltag. Die ersten drei Regionalliga-Partien haben gezeigt: Der Aufsteiger kann auch gegen starke Gegner mithalten – und entwickelt sich weiter.

























