Captain's Corner

Im „Captains Corner“ berichten die beiden Kapitäne Tobias Balduan & Uwe Brüggemann über Themen abseits des grünen Rasens.
16.02.2010 - Babyboom, Schneegestöber und Salsa-Rhythmen
09-Kicker Sükrü Ayranci wartet auf den Storch, 1. Mannschaft veranstaltet Schneeballschlachten und bekommt Salsa-Unterricht von Daniela Leese.
Sükrü Ayranci
Die Autoren des Captain´s Corner haben lange nichts mehr von sich hören lassen. Es wurde wild spekuliert: Entführung, Verschwörung, Kündigung, Auswanderung! Nichts davon trifft zu. Es ist auch nicht so, als wäre in den vergangenen Monaten nichts spannendes passiert. Ganz im Gegenteil…

Vor wenigen Wochen hat Knipser Sükrü Ayranci erfahren, dass er „ausgerechnet“ Mitte 2010 Vater wird. Seitdem kommt „Sük“ immer mit einem unverkennbaren Grinsen zum Training.

Selbst die schlechten Platzverhältnisse während der Rückrundenvorbereitung konnten den beiden die Laune nicht verderben. Auch wir anderen 09-Kicker hatten trotz oder gerade wegen des vielen Schnees eine Menge Spaß im Training. Rutschpartien und Schneeballschlachten wurden zu einem Teil des Trainingsplans. Die Verlierer-Mannschaft wurde zum Beispiel nach den Trainingsspielen von den Gewinnern regelmäßig mit Schneebällen beworfen. Aber, halb so wild. Zielen können wir 09-Kicker besser mit dem Fuß. :-)

Manchmal war aber nicht mal an ein Training im Freien zu denken. Dann sind wir ein ums andere Mal in die Umkleidekabine ausgewichen. Stabilisation von Becken und Rumpf sowie Kräftigungsübungen mit Daniela Leese – schlimmer geht’s nimmer! Einmal jedoch hat Frau Leese ein Auge zugedrückt und uns Salsa-Unterricht gegeben. Eins steht seitdem unumstritten fest: Sükrü Ayranci wäre besser Tänzer geworden… (ub)
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05.06.2009 - Der „Trzolek“ von 09
Er bringt gestandene Männer zum weinen, er hat gegen Hoeneß und Rummenigge gespielt und kennt uns 09-Kicker besser als kaum ein anderer.
Fran-Michael Schonert
Unser Physio Frank-Michael Schonert ist Beichtvater und Quelix in einer Person. Egal ob persönlicher oder sportlicher Natur, Schoni hat immer ein offenes Ohr für Spielerprobleme. Mit seinen 58 Jahren hat er auch die entsprechende Lebenserfahrung, mit 184 Profispielen – davon sechs in der 1. Bundesliga – die nötige Fußball-Kompetenz. Sein Markenzeichen damals wie heute: sein Schnauzer!

Vor den Trainings und Spielen versammeln sich regelmäßig „schaulustige“ Spieler um Schoni´s Massagebank. Unser „Physio“ jongliert regelmäßig mit seiner legendären Saugglocke, während sich der angeschlagene Spieler mit schmerzverzerrtem Gesicht dreht und wendet. Er wickelt Tapeverbände in Rekordtempo, lockert zwischendurch unsere müden Fußballer-Beine und hat dennoch stets Zeit für einen lockeren Spruch: „Ey, Brüggemann, nimm heute mal das Eisen aus den Fußballschuhen.“ :-)

Montags ist Schoni-Verwöhn-Tag. Bei der Unterwassermassage geht es zu wie bei der Talkrunde DSF-Viererkette. Schoni übernimmt dann auch gerne mal die Rolle des nörgelnden Udo Lattek. Dann fallen auch schon mal Worte wie stümperhaft, F-Jugend, blind, aber auch Nettigkeiten wie überragend, weltklasse oder kaltschnäuzig.
Frank-Michael Schonert
Wer hätte das gedacht?!
Er hat 184 Profispiele für Fortuna Düsseldorf, Bayer 04 Leverkusen, Viktoria Köln, Homburg, Offenbach und Göttingen absolviert – davon sechs Spiele sogar in der 1. Bundesliga. 68 Tore hat er erzielt. 1979 hat er im DFB Pokal 3:1 gegen Hoeneß und Co. (FC Bayern München) verloren. 1 Rote Karte. Torschützenkönig bei Viktoria Köln. Angebot von Bayern München. Achtung: Schoni wäre fast in die Jahrhundert-Elf des RSV Göttingen gewählt worden.
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10.03.2009 - Frau Leese und die Verflixten 4x4

Das dreimonatige „Bootcamp“ bei 09 ist vorbei. Die absoluten „Highlights“ der Vorbereitung waren für uns Spieler die Kräftigungseinheiten mit Frau Leese und die schmerzenden 4x4 Minutenläufe.
SV Bergisch Gladbach 09
Die Vorbereitung war lang und anstrengend. Eigentlich ein Grund alles zu vergessen. Dennoch gab es ganz besondere „Highlights“, an die wir uns „gerne“ zurückerinnern. Unvergesslich: die Stabi-Trainingseinheiten mit Drill-Instructor Daniela Leese. Gefühlt haben die Kräftigungsübungen eine Ewigkeit gedauert. Im Anschluss sind auch einige von uns über den Platz geschlichen, als wären sie 60+ und hätten ein künstliches Hüftgelenk… :-)

Daniel Fischer brachte es auf den Punkt: „Ich merke, dass ich langsam alt werde. Meine Freundin nennt mich zu Hause nur noch old man.“ Wer bei den Übungen schummelt, ist halt selber schuld, wenn Frau Leese Einzel-Überstunden verordnet.

„Toll, das wir einen Kunstrasen haben“ mag sich der ein oder andere 09-Kicker während der langen Vorbereitung zynisch gedacht haben. Kein Training ist ausgefallen… Und zur Not gab es ja auch noch die Laufbahn in der Belkaw-Arena. Dort hatten wir ein Schock-Erlebnis, von dem wir „in Zukunft profitieren“ (Trainer) werden: die gefürchteten 4x4 Minutenläufe. 4 Minuten lang so schnell wie es geht laufen, dann 2 Minuten Pause, usw. Manchmal hatten wir übrigens auch „Training mit Ball“. Komisch, das wir uns auch spielerisch weiterentwickelt haben. Aber irgendwie muss das ganze ja richtig gewesen sein, wir haben immerhin das erste Meisterschaftsspiel im neuen Jahr gewonnen. :-) (ub)
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17.02.2009 - Die schönsten „Ausreden“ der 09-Kicker
Spieler: „Trainer, Deine Uhr geht falsch!“ Leese: „Dann musst Du Deine eben umstellen!“
Linus Werner
Wer seine Uhr nicht rechtzeitig auf „Leese-Zeit“ umstellt, braucht eine gute Ausrede. Die wichtigsten Kriterien für eine gute Ausrede: Sie sollte nachweisbar und stichhaltig sein! Die Klassiker „Ich musste länger arbeiten“ oder „Stau“ sind immer wieder gern genutzte Varianten, erfüllen aber nicht immer obige K.o.-Kriterien. Insbesondere die konventionellen „Ausreden“ sind leicht nachprüfbar und müssen zusätzlich die Prämisse der „Rechtzeitigkeit des Vortragens“ erfüllen. Tipp: Ein stichhaltiges Alibi ist zum Beispiel ein Besuch bei unserem Physiotherapeut „Schoni“ vor dem Training. Von dem Besuch sollte der „Physio“ jedoch etwas davon wissen. Sonst wird die Ausrede zum Bumerang…

Wir 09-Kicker sind kreative Köpfe und halten wenig von konventionellen Ausreden. Gino Windmüller beispielsweise antwortete auf die Frage des Trainers, warum er gestern nicht zum Training gekommen sei, mit: „Ich wusste gar nicht, dass wir Training hatten. Davor die Woche haben wir am Donnerstag trainiert.“ Die absolute Top-Ausrede hat aber Linus Werner gebracht. Vor einem Auswärtsspiel warteten Spieler und Trainer auf ihn. Trainer Leese wurde ungeduldig und rief ihn an. Leese: „Linus, wo bleibst Du? Wir warten hier am Bonner Verteiler auf Dich.“ Linus: „Upps, Bonner Verteiler. Ich stehe am Verteiler in Bonn.“ Er hatte sich bestimmt darüber gewundert, dass er der Einzige gewesen ist, der pünktlich war. :-)

Eine weitere nette Ausrede: Leese: „Uwe, hast Du keine Stollenschuhe dabei?" Worauf ich antwortete, dass ich diese dem Schiri geliehen hätte. Was auch wirklich stimmte… (ub)
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21.01.2009 - Wie haben die 09-Kicker die freie Zeit verbracht?

Die spielfreie Zeit ist für unsere Fußballerherzen eine Zeit des Leidens. Endlich hat das Warten ein Ende. Aber wie haben die 09-Spieler eigentlich diese „schreckliche“ Zeit überbrückt?

Familie und Freunde kommen neben Beruf, Schule, Studium und Fußball häufig etwas zu kurz. Daher haben wir 09er die Zeit vor allem mit unseren „Liebsten“ verbracht. Tobias Balduan zum Beispiel verbrachte die meiste Zeit bei Freundin und Eltern in Leverkusen, Daniel Fischer machte mit seiner Freundin einen Kurztripp nach Berlin und „Liebeskasper“ Tim Hoffstadt war in Paris. Bastian Volkert und seine „bessere Hälfte“ haben sich Fuerteventura als Reiseziel ausgesucht und Lambri Spasov ist in seine Heimat nach Bulgarien gefahren. „Peppo“ Panahi ist dem Charme Ägyptens verfallen und mit seinen Eltern in das Land der Pharaonen gereist – 25 Grad Celsius, Sonne, Strand und ein bisschen Sport. Linus Werner hingegen mochte es etwas kühler. Er hat die meiste Zeit in der Skihalle Neuss verbracht und für sich das Snowboarden entdeckt. Seine Snowboardlehrerin war übrigens seine Freundin.

Vielleicht war die freie Zeit doch nicht ganz so schlimm, wie wir vorher befürchtet haben… :-)
Pedram "Peppo" Panahi Pedram "Peppo" Panahi in Ägypten
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10.01.2009 - Eumann auf Reisen
Folge 3: „Endlich wieder die Leute zu Hause“

Nach einer Woche Faulenzen auf den Gili Islands reiste Max weiter nach Yogjakarta auf Java. Hier wurde es abenteuerlich. Aufgrund des Verkehrs kamen Max und sein Kollege zur spät zur Besichtigung eines buddhistischen Tempels. Also kletterten sie an der anderen Seite der Tempelanlage über den Zaun. Die Freude wehrte aber nur kurz. Wachmänner entdeckten die Backpacker, die flugs die Beine in die Hände nahmen und flüchteten. Sprinttraining kombiniert mit Hürdenlaufen - mit der Trainingseinheit dürfte unser Fitnesstrainer Willi Basseng sehr zufrieden sein…
Max der Vulkandompteur mit 09-Regenjacke
Nächster Trainingsschwerpunkt: Vulkanklettern. Max gegen Merapi, einen der aktivsten Vulkane der Welt. Der „Feuerberg“ erhebt sich knapp 3000 Meter über Wälder und Felder. Max brauchte 4,5 Stunden, um das Ungetüm zu bändigen. Die Belohnung lies nicht lange auf sich warten: Vom höchsten Punkt aus genoss der 09-Kicker die untergehende Sonne, mit qualmendem Hintergrund.

Die letzte Station auf der Reise durch Südostasien war Jakarta. Auf dem Rückflug hat Max noch einen kurzen Zwischenstopp in Dubai eingelegt. Absolutes Highlight war das Burj al Arab, mit 750 Metern das höchste Wohngebäude der Welt. Max entschloss sich kurzerhand - bei ca. 35 °C Außentemperatur - in eine Skihalle zu gehen, die mitten in einem Einkaufs-Zentrum liegt.

Frankfurt am Main. Das Wetter: kalt und regnerisch. Die Frisur: strubbelig. Max Eumann blickt kurz wehmütig in Richtung Osten. Die schöne Abenteuerreise, das Leben aus dem Rucksack ist vorbei. Aber, er freut sich „endlich wieder die Leute zu Hause“ zu sehen. Bevor der 09er aber Familie und Freunde zu Gesicht bekam, fuhr er – „ein bisschen müde aber definitiv glücklich“ - zur Flora zum Training. „Ein wenig vermisst man die bekloppten Typen und natürlich das Fußball spielen“ … (ub)

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05.01.2008 - Eumann auf Reisen
Folge 2: Der Bergdompteur

Max Eumann tauschte für drei Monate seine Fußballschuhe gegen einen Rucksack aus und reiste durch Asien. Auf seiner Backpacking-Tour hat Max den höchsten Berg Südostasiens bezwungen, einen der aktivsten Vulkane der Welt erklommen und das höchste Wohngebäude der Welt gesehen.
Max Eumann in Asien
Folge 1 endete in Kota Kinabalu (Malaysia). Dort erklomm Max den höchsten Berg Südostasiens, den 4095 Meter hohen Mont Kinabalu. In nur zwei Tagen legte der 09-Kicker 18 Kilometer zurück, zu Fuß. „Wurzeln, ab und zu ein paar Treppenstufen, eine atemberaubende Aussicht, ein traumhafter Sonnenaufgang und unglaublich anstrengend“, lautet die Zusammenfassung unseres Mitspielers.

Aus Schwindel erregender Höhe ging es dann 38 Meter unter Wasser, ins Tauchgebiet Sipadan. „Sehr, sehr bunt“ soll es gewesen sein. Zwischen den Tauchgängen wurde auf einer idyllischen kleinen Insel Pausen eingelegt. Max und seine Begleiter sonnten sich neben riesigen Meeresschildkröten und wurden von kleinen phillipinischen Kids mit Keksen und Kokosnüssen versorgt. Ab und zu schauten auch mal ein paar 2,5 bis 3 Meter lange Haie vorbei.

Nach dem Tauchstopp ging es mit dem Schiff weiter nach Indonesien in die Hauptstadt Jakarta und von dort aus weiter auf die Insel Bali. In drei Tagen erkundete Max die Insel mit dem Auto. Reisterassen, Vulkane, schwarze Stränden und eine ganzen Menge Seen so weit das Auge reichte. Zudem wurde Max klar, warum man Bali auch das Mallorca der Australier nennt: „unzählige australische Surfer und Klippendiver“. Der absolute „Insidertipp“ des Eumannschen Asien-Reiseführers: Bali´s Partymeile. Für eine Mannschaftstour wäre die Insel also perfekt…

Um sich von den Partynächten zu erholen, segelte der 09-Backpacker sechs Stunden mit dem Schiff zu den Gili Islands. Trainingsschwerpunkt der nächsten 7 Tage: entspannen. Keine motorisierten Fahrzeuge, sondern Fahrräder und Pferdekutschen. Die Tage verbrachte Max hauptsächlich in seiner Hängematte. Ab und zu mal Schnorcheln, Lesen, Karten spielen oder Essen. Vielleicht waren wir 09-Kicker in dieser Woche ja im Mediterana und sind deshalb nur ein wenig neidisch. :-) (tb, ub)

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10.11.2008 - Mit dem Bus durch „Mittelrhein“
 
Zwischen Altpapier-Geraschel und iPod-Klicken - im Zwei-Wochen-Rhythmus heißt es für uns 09-Kicker „Mit Sack und Pack durch Mittelrhein“.

Für unsere Betreuer beginnt die Arbeit an den Auswärtsspieltagen bereits einige Stunden vor Anpfiff. Trikotkoffer, Getränke, Spielertaschen, Karins Verpflegungskörbchen, die Bananenkiste, Schonis Massagebank, und, und, und – all das muss sicher im Mannschaftsbus verstaut werden. Man könnte meinen, wir fahren in ein zweiwöchiges Trainingslager oder Bootcamp. Es ist aber ein ganz normales Auswärtsspiel.

Die Atmosphäre während der Hinfahrt schwankt zwischen der im Lesesaal einer Universität und der in der Frankfurter Börse. Martin Kwozcala lernt häufig für seine bevorstehende Angestellten-Lehrgang-1-Prüfung, Basti Volkert blättert während der Fahrt gerne im Kicker und Daniel Fischer studiert den Express am Sonntag. Zwischen dem Altpapier-Geraschel kann man – bei genauem hinhören – das Klicken der IPods und MP3 Player hören…

Dann geht es los. Hektik wie an der Frankfurter Börse bricht aus. Jemand hat etwas Spannendes in der Zeitung gelesen und teilt es prompt der kompletten Besatzung mit. Es werden Neuigkeiten und Meinungen ausgetauscht, statt „Kaufen“ oder „Verkaufen“ hört man „die steigen ab“ oder „die werden Meister“, anstelle von Wertpapierscheinen wird mit Zeitungen gewedelt. Ein Unterschied zur Frankfurter Börse: die Handys sind ausgeschaltet. Zwischendurch seht jemand auf und holt sich einen Kaffee oder ein Stückchen Kuchen. Der Erste wird prompt zum Kellner des Tages ernannt. Sobald er sich umdreht, trudelt auch schon die erste Bestellung ein. „Kannst Du mir bitte auch einen Kaffee machen“, „Mir auch“, „Kuchen“, „Mit Milch und Zucker“ ertönt es aus allen Ecken des Busses.

Die Stimmung während der Rückfahrt ist erfolgsabhängig. Freudengesänge oder Geflüster – je nachdem, ob wir gewonnen oder verloren haben. Nachdem das eigene Spiel „verdaut“ worden ist, kommen Karins Leckereien an die Reihe. Brötchen, Schnitzel, Würstchen, … – feinstes Fingerfood. Wichtigstes Utensil auf dem Heimweg: das Handy. Kein Broker, sondern die Liebsten warten am anderen Ende der Leitung. Zeitungen werden ein zweites, drittes oder viertes Mal gelesen und im Hintergrund läuft das Radio - die Bundesliga-Ergebnisse. Dann sind wir da… (tb, ub)
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29.10.2008 - „Pepe“ und „Norminho“

Jetzt sind die beiden neuen Mittelfeldspieler Giuseppe Spitali (29) und Norman Wermes (19) an der Reihe.

„Pepe“ Spitali ist ein Italiener wie er im Buche steht: selbstbewusst, temperamentvoll, mit ausreichend Brustbehaarung ausgestattet und ballverliebt. Letzteres hat ihm immerhin zu Engagements beim MSV Duisburg (2. Liga) und AS Bari (Serie A) im Profifußball verholfen. Heute verdient Giuseppe seine Brötchen als selbstständiger Bausanierer mit der Modernisierung von Häusern. Auch an seinem Eigenheim gibt es für den gebürtigen Italiener immer etwas zu tun. In seiner Freizeit geht er gerne ins Kino, Essen oder feiert mit seinen Freunden. Dabei tanzt er auch schon mal ganz gerne mit halb aufgeknöpftem Hemd. Am liebsten kickt er aber mit seinen Kids im Garten. Seinen Urlaub verbringt „Pepe“ mit Kind und Kegel in seinem Heimatland Italien. Ganz typisch: musikalisch hat es ihm Schnulzensänger Eros Ramazotti angetan…

Norman ist eher ein ruhiger, zurückhaltender Zeitgenosse. Wobei das nicht heißen soll, dass Normen nicht gesprächig ist. In der Umkleidekabine oder unter der Dusche verwandelt er sich manchmal zur Plappertasche. Sein Markenzeichen ist übrigens sein Haarreifen, den er während des Trainings und Spiels trägt. In dieser Saison setzt „Norminho“ erstmals einen Fuß in den Seniorenfußball. Er geht noch zur Schule, auf ein Sportgymnasium. Was er nach seinem Abschluss machen möchte? Darüber ist sich der 19-Jährige noch nicht im Klaren. Eines weiß er aber: am liebsten würde er in der Zukunft sein Geld mit Fußball verdienen. Wenn er nicht gegen den Ball tritt, hört er gerne Musik oder feiert mit seinen Freunden. Zudem liest Norman gerne. Seine Lieblingslektüre: Die Einsamkeit des Langstreckenläufers… (tb, ub)
"Pepe" und "Norminho" Giuseppe Spitali und Norman Wermes alias "Pepe" und " Norminho"
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16.10.2008 - „Crazy Lambri“ und der „Jung“ vom Bayer

Captain´s Corner: In unserer Serie „Die neuen 09er“ stellen wir dieses Mal Lambri Spasov (25) und Daniel Jung (19) vor.

Autorennen, Motorrad fahren und bulgarische Musik, dass sind die Hobbys von Lambri Spasov.. Lambri tanzt auch schon mal ganz gerne - und zwar nach dem Duschen, nackt durch die Kabine oder bei unseren Mannschaftsabenden die Tae-Bo-Übungen von Frau Leese auf der Tanzfläche. Das hat ihm den Namen „Crazy Lambri“ eingebracht. Der angehende Diplom-Sportwissenschaftler paukt derzeit für seine A-Lizenz, da er eines Tages an der Seitenlinie den Ton angeben will. Bei Brauweiler (Bezirksliga) hat er als Spieler-Trainer erste Erfahrungen sammeln können. Als außergewöhnlichstes Ereignis in seinem Leben nannte der gebürtige Bulgare im Übrigen seine Ex-Freundin…

Daniel Jung ist ein wahrer Musterknabe. Immer pünktlich, freundlich, brav – ein echter Schwiegermutterliebling. Seinen fußballerischen Schliff hat Daniel übrigens in der A-Jugend von Bayer Leverkusen bekommen. In seiner Freizeit trifft er gerne Freunde, surft im Internet oder macht Musik. Richtig: macht! Er spielt Keyboard. Vielleicht kann der Abiturient ja eines Tages in die musikalischen Fußstapfen seines Idols Justin Timberlake treten. Nun steht aber erst einmal der Zivildienst vor der Tür. Danach plant er ein Sportmanagementstudium an der Kölner Spoho. Seinem Schwiegermutterliebling-Image zum Trotz reist er übrigens gerne nach „Malle“. Stille Wasser sind bekanntlich tief… :-) (tb, ub)
Lambri Spasov und Daniel Jung "Crazy Lambri" und Daniel Jung, der "Jung" vom Bayer
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10.10.2008 - Die neuen 09er

Zwölf neue Charaktere – allen Captain´s Corner Lesern wollen wir die neuen 09-Kicker nach und nach etwas näher vorstellen.

Peppo und „der Schleicher“
Den Anfang machen Pedram Panahi (19) und Nino Fazlic (26). Während der eine in dieser Saison erstmals Seniorenfußball-Luft schnuppert, kommt der andere gerade ins beste Fußballer-Alter. „Peppo“ ist trotz seiner 19 Jahre ein echtes 09-Urgestein. Seit zehn Jahren spielt er im Verein. Somit ist er zusammen mit Tobias Balduan dienstältester 09-Kicker. Auf dem Rasen ist „Peppo“ ein fleißiger Wühler, der auch mal dahin geht wo es weh tut.
Nino Fazlic hingegen gehört zur Spezies „Wandervogel“. Bevor er zu 09 wechselte, hat er u. a. bei Viktoria Köln und Baumberg gekickt. Nino heftet der Spitzname "der Schleicher“ an, weil er beinahe unbemerkt über den Platz schleicht und auf Torchancen wartet.

Auch privat gibt es Unterschiede. Pedram leistet gerade seinen Zivildienst ab und jobt nebenbei im Grandhotel Schloss Bensberg. Später möchte er Polizist werden. Nino konzentriert sich derzeit voll auf sein Architekturstudium und träumt von der NRW-Liga. Ihre Freizeit verbringen beide gerne sportlich, z. B. mit Tennis, Badminton, hören Musik oder spielen Playstation. Hinsichtlich des Lieblingsurlaubslandes gibt es wiederum keine Einigkeit. Peppo reist am liebsten nach Marbella und Nino in sein Heimatland Bosnien.

Das wichtigste ist aber, dass sie auf dem Platz gut harmonieren… :-)
(tb, ub)
Nino "der Schleicher" Fazlic und Pedram "Peppo" Panahi Nino "der Schleicher" Fazlic und Pedram "Peppo" Panahi
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14.09.2008 – Eumann auf Reisen
Folge 1: „Wenn nicht jetzt, wann dann?“

Kota Kinabalu, Bangkok und Kuala Lumpur statt Wegberg, Brühl und Junkersdorf. Max Eumann macht Backpacking-Urlaub in Asien.
Max Eumann
Lässig schlendert er durch die Gassen einer buddhistischen Tempelanlage, unrasiert, seinen Rucksack über die Schultern gehängt, eine Digicam in der einen und den Marco Polo Reiseführer in der anderen Hand - so oder so ähnlich erleben die Einwohner auf der Insel Borneo möglicherweise den Backpacking-Touristen Max Eumann. Max „bummelt“ zur Zeit auf den Spuren von Abenteuerheld Indiana Jones. Anders als der Hollywood Protagonist sucht der Student und 09-Kicker nicht nach Kunstgegenständen, sondern „kultourt“ getreu dem Motto: „Wenn nicht jetzt, wann dann?“ durch Asien.

Angefangen hat seine Abenteuertrip in Bangkok. „Buddhistische Tempel so weit das Auge reicht und ein ordentliches Nachtleben“ lautet die Kurzbeschreibung unseres Kameraden. Nach nur 3 Tagen ging es aber gleich weiter nach Koh Tao. Dort nahm er an einem 4-tägigen Tauchkurs teil – eintauchen statt einnetzen.

Nächster Zwischenstopp: Koh Phangan. Trainingsschwerpunkt: entspannen. Max residierte in einem Bungalow direkt am Strand inklusive Hängematte und nächtlichem Sonnenuntergang. Ob er das Training bei 09 vermisst?
 
Von Kuala Lumpur mit seinen 450 m hohen Petronas Towers aus tourte Max nach Singapur und von dort weiter auf die Insel Borneo. Er übernachtete drei Tage in einem Hostel im Regenwald, besuchte die Stadt Brunei und bewunderte aus der Ferne den Palast des Sultans: 1800 Zimmer und ein Fußballplatz im palasteigenen Park. Wenn unser Rasenplatz in der Belkaw-Arena nicht bespielbar ist, haben wir jetzt eine gute Ausweichmöglichkeit...

Bevor es weiter geht, möchte Max unbedingt den höchsten Berg Südostasiens erklimmen, den 4000 Meter hohen Mont Kinabalu  im Nationalpark von Kota Kinabalu. Er tut also doch auch etwas für seine Fitness.

Ein bissl 09-weh hat Max trotzdem... :-)
Fortsetzung folgt!
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26.08.2008 - Trainer-Team mit [no:hau]
Die Trainer-Teams der Bundesligamannschaften werden immer größer - Jürgen Klinsmann hat sieben „Helfer“. Wir kommen mit Dreien aus… „Mitch“ Hornig, Jörg Kraus und Willi Basseng stehen Trainer Leese bei personellen Entscheidungen als Ratgeber zur Seite, tüfteln mit ihm „interessante“ Übungseinheiten aus und beruhigen ihn an der Seitenlinie, wenn es mal brenzlig wird.
Jörg Kraus und "Mitch" Hornig
Der Kumpeltyp: Michael Hornig ist ein Kumpeltyp Marke Jürgen Klopp - ein fußballverrückter Gute-Laune-Bär, und das Bindeglied zwischen Mannschaft und Trainer. Hin und wieder spielt „Mitch“  bei unserem Training mit. Vor allem bei der 5 gegen 2-Spielform blitzt sein fußballerisches Können auf. Als junger Hüpfer hat er als linker Verteidiger in der zweiten Mannschaft vom 1.FC Köln gespielt. Heute schnürt er sich die Fußballschuhe für die Ü32 und Ü40. Als Co-Trainer war er vor 09 noch unbefleckt. Sein Vater, Heinz Hornig, hat übrigens lange bei den Profis der Geißböcke gespielt und bei der WM 1966 in England sogar den Adler auf der Brust getragen. Ach so, hin und wieder veranstaltet Mitch für uns Spieler Pokerturniere in seinen vier Wänden - legendär...

Der Stimmungsmacher: Jörg Kraus ist in erster Linie für die Fitness unserer Torwächter verantwortlich. Aber man könnte meinen, er sei als Head Stimmungs-Manager für die gesamte Mannschaft verpflichtet worden. Immer einen lockeren Spruch auf den Lippen, geradeaus. Church ist gebürtiger Bensberger – Bensberger sind im Übrigen eine Rarität bei 09 – und selbstständiger Elektroinstallateur. Nicht nur mit Kabeln und Steckdosen kann er umgehen. Zu einer Zeit als aktiver Torwart soll er seine Hände ebenfalls brauchbar eingesetzt haben. Bei unseren Mannschaftsabenden ist er übrigens immer mittendrin statt nur dabei…

Der Schleifer :-): „Uns“ Willi Basseng ist unser Lauftrainer. Er ist ein Läufer durch und durch. Selbst mit 53 Jahren läuft er noch Zehn Kilometer Marathon-Strecken. Da können wir Spieler natürlich nicht mithalten. Während den Trainingseinheiten kennt der „echt kölsche Jung“ keinen Spaß. Vor- und nachher ist er aber stets „jot drup“. Hier der Beweis!

Man muss sie einfach gerne haben…
(tb, ub)
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18.08.2008 - Teambuilding bei Ingo und Rosi

Grillfest mit Spielerfrauen an der Flora
Guiseppe Spitali
So eine Vorbereitung ist ganz schön anstrengend. Wir Spieler freuen uns deshalb umso mehr über einen freien Trainingstag. Aber auch einen solchen „freien Tag“ weiß unser Trainerteam zweckgerichtet zu nutzen - ein gemeinsames Grillfest mit Spielerfrauen bei Ingo und Rosi als Teambuilding-Maßnahme.

Eigentlich war zusätzlich ein Beachvolleyball-Turnier geplant. Schlechtes Wetter machte uns leider einen Strich durch die Rechnung. Also sind wir in unsere Lieblings-Kneipe zu Ingo und Rosi gefahren. Auf unsere Teller kamen selbst gemachte Salate, Würstchen, Bauchfleisch und Putensteaks – alles was das Herz eines Grillmeisters begehrt. Während Ingo und Rosi wie zwei Olympia-Fechter das Grillbesteck schwangen, nutzten wir Spieler die Zeit um uns noch besser kennen zu lernen.

Unser neuer Mitspieler „Pepe“ Spitali brachte seinen jüngsten Sprössling San Luca mit. Auf dem Platz ist Giuseppe als „alter Hase“ ein Führungsspieler. Zuhause bei Spitalis hat aber jemand ganz anderes die Hosen an… :-) (tb, ub)
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12.08.2008 - Martin gegen 10-Millionen-Mann

Baustelle mit Teppich ausgelegt, Bruno Labbadia hält Kabinenansprache und Martin wird kreidebleich
09 in der BayArena
Die Vorfreude auf das kurzfristige vereinbarte Spiel gegen Bayer 04 Leverkusen war riesig. Das Szenario David gegen Goliath eben, bei dem David versucht Goliath zu ärgern. Aber anders als in der bekannten Erzählung, gewann Goliath (6:0). Für uns 09-Kicker war das Kräftemessen mit Nationalspielern wie Adler, Helmes, Kießling oder Rolfes ein spannendes Erlebnis.

Schon bei der Ankunft in der BayArena schlugen unsere Fußballerherzen schneller. Trotz Umbaumaßnahmen versprühte die Baustelle Bundesligaatmosphäre. Bevor wir in unsere schicke Kabine gelangten, mussten wir den langen Gang durch die Katakomben antreten. Unsere Blicke schweiften von links nach rechts. Jeder hoffte, eine offene Türe zu entdecken und einen Blick hinein werfen zu können. Das Büro von Hans-Peter Lehnhoff rechts, die Physio-Räume links, Computer zur Auswertung der Trainingsergebnisse, die Kabine der Bayer-Profis…. unsere Kabine. Manch einer von uns hatte schon jetzt schwere Beine…

Wir Spieler schlüpften schnell in unsere Arbeitskleidung – schließlich war das kein Betriebsausflug - und lauschten aufmerksam den Worten von Trainer Leese. „Ach so, Martin. Du spielst heute übrigens gegen den neuen 10-Millionen-Einkauf Renato aus Brasilien.“, merkte unser Coach kurz an, bevor er das Wort an Bruno Labbadia weitergab. Man konnte Martin ein kleinwenig ansehen, das etwas in ihm arbeitete. Auch seine Gesichtsfarbe wurde etwas heller. Der Trainer von Bayer 04 Leverkusen bedankte sich bei uns für die kurzfristige Zusage und fügte die Worte hinzu: „Ihr braucht uns heute nicht zu schonen.“…

Anschließend drängelten alle nach draußen. Jeder wollte der erste auf dem Rasen, nein Teppich der BayArena sein. Naja, der andere Grund war die ausgefallene Klimaanlage in unserer Kabine.

Übrigens, Martin hat sich wacker gegen den Neueinkauf von Bayer 04 Leverkusen geschlagen und ein Sonderlob des Trainers erhalten. Wie hoch ist jetzt eigentlich Martins Marktwert? :-) (tb, ub)

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29.07.2008 - Taktik, Tae Bo und Gyros Pita
 
Bayer 04 Leverkusen war in St. Gallen im Trainingslager, Schalke 04 im österreichischen  Stegersbach und der 1.FC Köln in Tegelen. Wir 09-Kicker residierten im Hotel Glockenspitze  im idyllischen Altenkirchen im Westerwald. 8 Trainingseinheiten an zweieinhalb Tagen – da blieb uns Spielern nicht viel Zeit zum Verschnaufen. Dennoch hatten wir Gelegenheit, uns besser kennen zu lernen.

Akribisch schleppten unsere Betreuer einen Kasten Wasser nach dem anderen zum Trainingsgelände. Unzählige Liter wurden in den Pausen getrunken und gleich wieder ausgeschwitzt. Taktik, Schnellkraft und Spielformen standen auf dem Trainingsplan. Und ein freiwilliger Ernährungsvortrag: „Wenn schon Fast Food, dann aber bitte auch das Richtige“ war die Parole von Trainer Leese. Also lieber Gyros Pita anstelle von Big Mac oder Döner. Die Verlierer eines Trainingsspiels hatten selbst während der Essenszeiten keine ruhige Minute. Sie mussten die Gewinnermannschaft bedienen.

Anstrengungs-Höhepunkt war die Trainingseinheit mit Frau Leese. Die schweißtreibende Mischung aus Tae Bo und Boxtraining diente dazu, den inneren Schweinehund zu überwinden. Nebenbei haben wir noch ein paar Muskelgruppen kennen gelernt, die wir vorher noch nie gespürt haben…

In den freien Minuten zwischen den Trainingseinheiten wurde vor allem das Zimmer unseres Physiotherapeuten Frank Schonert belagert. Beliebt war auch das Playstation-Zimmer von Daniel Fischer, in dem auch regelmäßig Betreuer Benni anzutreffen war. Einige von uns nutzten die Zeit zwischen den Einheiten aber auch für ein kurzes Schläfchen, spielten Billard und Darts oder telefonierten mit „Zu Hause“.

Auf eine Trainingseinheit haben wir Spieler uns besonders gefreut, den „Team-Building-Mannschaftsabend“. Manch einem Spieler auf der Tanzfläche sah man nicht an, dass er zuvor einige Stunden auf dem Trainingsplatz gestanden hatte.

Trotz einer langen Nacht in Altenkirchen sind alle Spieler pünktlich zum Sonntag-Morgen-Lauf erschienen. Wer feiern kann, der kann bekanntlich auch arbeiten…
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04.07.2008 - Spiel des Jahres 
Die Vorfreude auf das Spiel gegen den 1.FC Köln war schon im ersten gemeinsamen Training spürbar. Zwar wurde gelegentlich auch mal gescherzt, aber dann konzentrierten wir Spieler uns wieder auf „das Wesentliche“ – das Spiel des Jahres, oder vielleicht sogar des Lebens.

Vor der ersten Übungseinheit unter Fußball-Lehrer-Lehrling Lars Leese, begrüßten wir Spieler uns in der Kabine. Kennen lernen war der Tagesordnungspunkt Nr.1. „Bei welchem Verein spielst Du?“, „Welche Position?“, „Kennen wir uns nicht irgendwo her?“ waren häufig gehörte Fragen. Das übliche Herantasten eben. Nach dem ersten Small-Talk ging es dann auf den Platz. Natürlich nicht ohne ein ausgedehntes Aufwärmprogramm. Einige von den Spielern hatten wegen der Ferienzeit seit Wochen den Ball nur im Fernsehen gesehen.

Die Devise des Trainingsaufbaus lautete: Arbeiten, aber mit Spaß – Taktiktraining und Spielformen.  Die Einschätzung der eigenen Leistungsfähigkeit nach der zweiten Einheit reichte von „Wir hauen die weg“ bis „Hoffentlich verlieren wir nicht zweistellig“. Die Wahrheit liegt bekanntlich in der Mitte.

90 Minuten vor Spielbeginn saßen wir alle in der Kabine. Für einige von den Jungs ungewohnt früh. Motiviert und voller Vorfreude lauschten wir den Worten des Trainers. Die Marschroute lautete zusammengefasst: Konzentriert und engagiert, aber fair! Nach der Ansprache haben wir erst einmal das Geläuf inspiziert. Nach einem kurzen Blick durch die Belkaw Arena ging es wieder in die Umkleide. Einige aßen noch schnell eine Banane oder ein Stück Kuchen, ließen sich massieren oder tranken hastig einen Schluck Wasser. Die Anspannung wurde bei allen zunehmend größer. Sie entlud sich, als der Schiedsrichter uns aus der Kabine pfiff – endlich ging es los. (tb, ub)
Tolle Kulisse in der Belkaw Arena
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21.06.2008 - Australien, Südkorea und die Reeperbahn
13 unserer ehemaligen Mitspieler gehen in der kommenden Saison neue Wege. Einige von Ihnen suchen eine neue sportliche Herausforderung, verändern sich beruflich oder hängen die Fußballschuhe an den Nagel.

Von 09 in die weite Welt - Jörn Heinecke schlägt seine Zelte in dem Land der Kängurus auf. Australien ist – sowohl beruflich als auch sportlich - seine neue Heimat, zumindest für die nächsten 12 Monate. Yves Ngongang und Richi Osei sind nach Südkorea gereist. Der Grund: ein Probetraining bei einem Erstligisten. Wenn alles glatt läuft und sie einen Vertrag bekommen, wären sie als Afrikaner eine fußballerische Rarität in dem asiatischen Land.

Unser ehemaliger Co-Trainer Florian Eder ist zurück in seine Heimat HH gezogen. Ihn reizt eine neue Herausforderung. Er trainiert in der nächsten Spielzeit eine Jugendmannschaft vom Reeperbahnclub St. Pauli. Ob er nur wegen dem Fußball dort hingegangen ist….

Nicht ganz so weit weg verschlägt es Peter Schnickmann und Sebastian Hollstein. Lindlar ist ihre neue sportliche Adresse. Hasan Ramadani wechselt nach Speldorf. Bevor er in Zukunft zum Training fährt, steht seine Ausbildung als Telefonmechaniker auf dem Plan. Torwart Adam Kasprzik wird in der kommenden Verbandsliga-Saison auf der gegnerischen Seite zwischen den Pfosten stehen, bei den Sportfreunden Troisdorf.

Klaus Welter spielt mit dem Gedanken, die Fußballschuhe ganz an den Nagel zu hängen. Aufgrund seiner beruflichen Selbstständigkeit bleibt ihm für sein Hobby nur wenig Zeit. Der eine oder andere ehemalige Mitspieler wollte noch nicht verraten, wohin sein Weg geht. Man darf also weiterhin gespannt sein…

Wir wünschen Euch alles Gute und viel Erfolg! (tb, ub)
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25.04.2008 - „Kabinengeflüster“
 
Ihr werdet Euch sicherlich schon mal gefragt haben, was in den Katakomben der Belkaw Arena so alles passiert. Nun ja, ein paar kleine Details dürfen wir Kapitäne verraten…
Benni der Marktschreier
Vor dem Training herrscht in den beiden Kabinentrakten ein hin und her, vergleichbar mit dem regen Treiben auf einem türkischen Basar. Während Betreuer Benni wie ein Marktschreier die Trainingssachen verteilt, begeben sich die meisten Spieler schon auf „Handelstour“ und feilschen um Pullover, Hosen und Fußballschuhe. Der eine Spieler sucht eine größere Hose oder ein zweites Paar Stutzen, ein anderer benötigt Stollenschuhe und ein Dritter beschwert sich, dass seine gerade erst errungene Trainingsjacke in Größe XL nicht mehr neben ihm liegt. Jörn Heineke baut seine Fußballschuh-Sammlung vor sich auf, als warte er auf einen Abnehmer. Über unseren Sitzplätzen stehen kleine „Einkaufs“-Körbe, in denen jeder „seine Kleinigkeiten“ hortet. Wenn Bennis Wäschekorb gerade leer ist, beginnt er Getränke und Schokoriegel zu verteilen, als sei er ein Promoter der Herstellerfirmen. In Kabine Zwei versammeln sich „schaulustige“ Spieler um Schoni´s Massagebank. Unser „Physio“ jongliert vor fast jedem Training mit seiner legendären Saugglocke, während sich der angeschlagene Spieler mit schmerzverzerrtem Gesicht dreht und wendet.

Nach dem Training heißt es: Raus aus den Sachen und ab unter die Dusche. In der Mitte der Kabine bildet sich ein Wäscheberg. Bei dem einen oder anderen kommen die Abdrücke von Schoni´s Saugglocke zum Vorschein. Sie sehen aus wie „geküsst“. Martin Kwozcala beeilt sich wie immer, um seine „Lieblings-Brause“ zu reservieren. Einige von uns lassen sich etwas länger Zeit und verschnaufen erst einmal. Claudio Marino läuft mit seinem blauen Bademantel durch die Kabine und erzählt von seinen Flanken, hinter Tobi Balduan bildet sich eine ungeduldige Warteschlange für seinen „Gemeinschaftsfön“ und Jörn Heineke verteilt Deo-Pröbchen. Nur langsam wird es ruhiger in den Katakomben der Belkaw-Arena. Bevor Benni das Licht ausknipst, verschließt er den Betreuerraum und Schoni´s „Frankenstein-Zimmer“, in dem Klebeband, Scheren, Tabletten, Verbandsmaterial und natürlich auch die Saugglocke verstaut wird.

Ein Raum ist übrigens immer verschlossen. Die Kammer von unserem Betreuer Hermann Koch. Was da wohl drin ist… (tb, ub)

Hier geht´s zur Bildergalerie.
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17.04.2008 - Der Bademeister von 09
 
Jeder kennt das Bild: Durchtrainierte „Coastguards“ hechten, bewaffnet mit roten Rettungsboards, in Zeitlupentempo über eine Strandpromenade auf dem Weg zum nächsten Einsatz. In der TV-Serie „Baywatch“ haben Stars wie David Hasselhoff oder Pamela Anderson mitgespielt. So ähnlich stelle ich mir das auch vor, wenn Claudio Marino im Höhenberger Kombibad einer Bikinischönheit Erste Hilfe leistet. Claudio macht derzeit eine Ausbildung zum „Fachangestellten für Bäderbetriebe“, sprich Bademeister. Ein Engagement in der US-Fernsehserie wäre für den gebürtigen Italiener wie auf den Leib geschnitten. Naja, lediglich sein Englisch müsste er noch ein wenig auffrischen…

Bis es aber soweit ist und er in die Fußstapfen von Hasselhoff und Co. stapfen kann, steht zunächst der „harte“ Alltag auf dem Ausbildungsplan. Neben dem obligatorischen Rettungsschwimmtraining und der Badeaufsicht muss Claudio auch die Technik eines Schwimmbadbetriebes kennen, Materialien ausgeben und das Wasser sauber halten.

Die eine oder andere Badbesucherin des Höhenberger Kombibades würde sich sicherlich ganz gerne mal von „Coastguard“ Claudio „retten“ lassen…
(ub)
Claudio Marino
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09.04.2008 - Hobbys der 09-Kicker
Das wir 09er gerne Fußball spielen, dürfte wohl kein Geheimnis sein. Neben Beruf und „Hobby Nr. 1“ haben wir weitere Interessen, die leider manchmal etwas zu kurz kommen.

„Freunde und Familie“ stehen bei uns Spielern ganz oben auf der Liste, gefolgt von „feiern gehen“, lesen und Musik. Zudem schwitzen wir Spieler auch privat ab und zu ganz gerne. Basketball, Badminton, Fitnesstraining, Rollerblading, Schwimmen, Snowboarden, Tennis, Volleyball – außer Hallenhalma ist im Grunde alles dabei. Hassan Ramadani hat für sich als Ausgleich das Boxen entdeckt. Sein Hobby war aber nicht der Grund für seine Nasen-OP (hier geht’s zum archivierten Bericht). „Wing Chun“ ist kein chinesisches Gericht sondern ein Kampfkunststil und die Leidenschaft von Klaus Welter. Ich gebe gerne Gas, aber nicht nur auf dem grünen Rasen. In meiner Freizeit fahre ich gerne Motorrad.
Thorsten Pütz fährt gerne U-Bahn
„Speedy“ Fischer  spielt gerne Playstation, Jörn Heineke geht häufig ins Kino, Frank Steinhausen bereist Europas Städte, Martin Kwoczala ist passionierter Pokerspieler und Linus Werner kniffelt für sein Leben gerne. Thorsten Pütz hat wohl das interessanteste Hobby. Ähhhmmm – er fährt gerne U-Bahn…. Totti hat sogar seinen 22. Geburtstag in einer U-Bahn gefeiert. Mit Freunden und einem Kasten Bier ist er die Linie 3 rauf und runter gefahren.

Papa Welter und Papa Brüggemann verbringen ihre Freizeit am liebsten mir ihren kleinen Töchterchen (Kira, 6 Jahre/Lisa-Maria, 2 Jahre). Auf Hairo Maslar wartet nach dem Training gleich ein ganzes Trio. Nein, nicht Tick, Trick und Track, sondern Meryen (6), Behnan (4) und Emre (1). (tb)
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01.04.2008 - Fiesta de Tapas
 
Lukullische Genüsse in mediteranem Flair – das Mediterana Bergisch Gladbach hat uns Spieler, das Trainer- und Betreuerteam zu einem Abend der Extraklasse eingeladen. Im Restaurant La Bodega wurden uns u. a. Leckereien aus dem Meer und Fleischspezialitäten vom Grill serviert. Der Höhepunkt an diesem Abend war aber der große Schokoladenbrunnen. Einfach lecker! Gut, das wir am Tag danach wieder trainiert haben.

Übrigens waren wir Spieler an diesem Abend nicht zum ersten Mal im Mediterana. Während der Saison lassen Trainer und Spieler zweimal im Monat in dem Wellness-Tempel die Seele baumeln. Entspannen, saunieren, schwimmen – hier können wir vorübergehend den sportlichen und beruflichen Alltag vergessen. Schwitzen kann so schön sein…

Als Dankeschön für die Sauna- und Tapasabende in mediteranem Ambiente haben wir Inhaber Herrn Reddel eine edle Flasche Wein überreicht. Den Geschenk-Tipp hat uns Verwaltungsratsvorsitzender Norbert Kox gegeben. Als passionierter Weinliebhaber weiß er einiges über gute Tropfen.
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11.03.2008 - Rituale und Glücksbringer

Der obligatorische Kuss auf die Glatze von Fabian Barthez bei der WM 2006 in Deutschland, das legendäre blaue Hemd von Ewald Lienen, der Meisteranzug von Armin Veh oder der Strickpulli von Udo Lattek – auch im Profifußball vertrauen Spieler und Trainer anscheinend nicht nur auf ihre eigenen Fähigkeiten. Dem berühmten Quäntchen Glück versucht man auf die Sprünge zu helfen. Alles Humbug? Naja, diese Frage werden wir im Captain´s Corner natürlich nicht beantworten. Aber auch bei uns 09-Kickern finden sich kleine Abergläubeleien. Das „Gelbe Biest“ (siehe Foto) von Tobias Balduan hat noch nicht den Bekanntheitsgrad eines Lienen-Hemdes. Seine Unterhose hat aber Mannschaftsintern Kultstatus erreicht. Klaus Welter gönnt sich vor jedem Spiel einen eigens gemixten Spezialdrink. Wer weiß, was da alles drin ist…. Vielleicht läuft er auch deshalb zu Beginn des Aufwärmprogramms horizontal über den Platz statt vertikal. Im Mannschaftskreis verbreitet ist ebenfalls das so genannte „links-rechts-Ritual“. Erst der linke Schuh oder Handschuh, dann der rechte. Linus Werner klopft übrigens jeweils 2 Mal auf die Schuhspitzen, bevor er sein Arbeitsgerät anzieht. Darüber hinaus sind das obligatorische Abklatschen mit dem Trainer- und Betreuerteam und der Team-Kreis vor dem Spiel etablierte Riten. Wer weiß, wofür es gut ist? (ub, tb)
Tobi und sein "Gelbes Biest"
Tobi und sein "Gelbes Biest" _______________________________________________________________


04.03.2008 - Ohne Fleiß, kein Preis
Sino studio non pretium (Ohne Fleiss, kein Preis) haben schon die weisen Römer gesagt. Die Maxime hat nach wie vor Bestand. Deshalb bemühen sich acht 09er nicht nur auf dem grünen Rasen um Punkte, sondern auch in den Hörsälen von Universitäten und Fachhochschulen. Bastian Volkert, Jörn Heineke, Jürgen Scheiner und unser Co-Trainer Florian Eder studieren an der Deutschen Sporthochschule in Köln. Tobias Balduan hat das ganze schon hinter sich und darf sich Diplom-Sportwissenschaftler nennen. Ob er deswegen so viele Tore erzielt? Max Eumann ist an der Universität zu Köln immatrikuliert und studiert Gesundheitsmanagement. Thorsten Pütz büffelt für ein Diplom in Medienökonomie. Stürmer Linus Werner studiert in Wuppertal. Aufgepasst: Sport, Theologie und Geschichte, auf Lehramt. Hättet Ihr es erraten? Selbstverständlich haben wir auch angehende Diplom-Betriebswirte unter uns, mich zum Beispiel. Frank Steinhausen und Klaus Welter haben den Titel bereits eingeheimst. Etwas Köpfchen – das schadet auch auf dem grünen Rasen nicht….

In der nächsten Woche erfahrt Ihr etwas über die Rituale und Glücksbringer der 09-Kicker. (ub)
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28.02.2008 - Der Schriftsteller von 09
Fußball und Literatur – manch einer behauptet, dies sei eine unvereinbare Kombination. Auf der Frankfurter Buchmesse wurde jedoch ein 09-Kicker gesehen. Beladen mit mehreren Manuskripten, übernächtigt, unrasiert und leise vor sich hin murmelnd, soll er durch die Messehallen geschlendert sein. Die Rede ist von unserem Mannschaftskameraden Thorsten Pütz. Texte und Gedichte sind sein Hobby - in Fußballerkreisen nicht unbedingt alltäglich. Ein Goethe aus dem Hause 09? Wer weiß! Sein Erstlingswerk „Pantha Rei – urbane Kommunikation“ kann auf jeden Fall demnächst bei http://www.bod.de/ bestellt werden. Er feilt auch schon an einem Gedichtband den er "Deutscher Herbst“ nennen wird. Seine Leidenschaft für das Schreiben hat Totti übrigens schon mit 15 entdeckt. Als freier Journalist arbeitete er damals für die Aachener Nachrichten. Und da er noch ein wenig auf den Erfolg à la Goethe warten muss, arbeitet er neben seinem Studium als Werbetexter in einer Kölner Agentur. (tb)

Rasenpate werden

Einen Quadratmeter Kunstrasen können Sie für 20 Euro erstehen und damit unsere Jugendabteilung unterstützen!

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